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Nachhaltig konsumieren, aber wie? – Klamotten, Shoppen und Co.

In dem dritten Beitrag meiner Minimalismus-Reihe habe ich bereits über meinen Versuch berichtet, bewusster einzukaufen. Heute möchte ich noch einmal ein wenig konkreter werden: fair einkaufen. Nachhaltig einkaufen. Umweltbewusst konsumieren. Wie ist das möglich? Immer wieder begegnen mir Menschen, die die „Fair Trade“-Bewegung befürworten und sich wünschen würden, mehr fair einkaufen zu können. Das Bewusstsein öffnet sich für die schlimmen Bedingungen, unter denen viele Menschen auf der ganzen Welt angestellt sind und arbeiten müssen. Weggucken wird schwerer. Und nicht nur das: All die billige Massenproduktion hat nicht nur eine direkte Auswirkung auf Menschen, sondern auch auf unsere Umwelt – und somit indirekt wieder auf uns.

Da dreht sich schon mal der Kopf! Wo soll man nur anfangen? All diese Weltverbesserungs-Möglichkeiten… Ist das nicht alles nur ein dummer Trend, der irgendwann wieder nachlässt? Ich möchte nicht bestreiten, dass manche dieser Bewegungen wie ein Trend erscheinen und fast „zur Religion“ werden, wenn sich das ganze Leben darauf ausrichtet. Doch meist steckt wirklich etwas dahinter. Deswegen ist mir folgendes wichtig geworden:

Kleine Schritte zählen!

Kennt ihr diesen alten afrikanischen, häufig zitierteten Spruch: „Wenn viele kleine Leute an vielen kleinen Orten viele kleine Dinge tun, können sie das Gesicht der Welt verändern.“? Dieser Spruch erscheint auf den ersten Blick nicht zufriedenstellend: Nur kleine Schritte? Kleine Orte? Was bringt das denn!

Ich glaube zutiefst an diese Aussage. Denn wenn wir das nicht tun – was dann? Klar wäre es cool, wenn wir immer große, weltverändernde Dinge bewegen könnten und es ist auch nicht so, dass ich nicht daran glaube, dass dies prinzipiell möglich ist. Doch die großen Veränderungen schüchtern uns auch ein. Sie stehen wie ein Berg vor uns und auf einmal trauen wir uns nicht mehr, auch nur einen winzigen Schritt zu gehen. Doch um genau diese kleinen Schritte geht es. Dieses viele Kleine, dass sich sich zu Großem summieren wird.

Solche Gedanken helfen mir dabei, wenn die ganzen Weltverbesserungs-Möglichkeiten wie ein Berg vor mir stehen. Denn ja, fairer Handel liegt mir sehr am Herzen – aber ich setze es noch lange nicht konsequent in meinem Leben um. Ein Grund dafür ist unter anderem das liebe Geld und das höre ich auch von vielen Menschen in meiner Umgebung. Das könnte mich deprimieren und ich könnte von Anfang an sagen: „Gut, das wird also eh nie klappen, außer ich werde reich – also lasse ich es einfach.“ Oder ich denke kleinschrittig, vielleicht ein paar mal um die Ecke und werde kreativ. Außerdem werde ich nicht mehr versuchen, alles gleichzeitig zu verbessern. Immer wenn ich versuche, in allen Bereichen meines Lebens fair und biologisch einzukaufen, Plastik zu vermeiden, umweltbewusst zu leben, … gebe ich schnell wieder auf. Es überfordert mich. Und ich habe mir sowieso bereits ganz automatisch eigene Schwerpunkte gesetzt, mit denen ich mich gern beschäftige: Das Shoppen von Klamotten, Schmuck, Accessoires und Co. sowie Kaffee und hin und wieder andere Lebensmittel. Mit diesen Bereichen setze ich mich gern auseinander. Fairer Handel hat ganz direkt etwas mit dem Menschen zu tun, und da mir Soziale Gerechtigkeit am Herzen liegt, ist das „mein“ Bereich.

Und wisst ihr, was das Tolle daran ist? Andere Menschen haben ganz andere Schwerpunkte! Anderen fällt es leicht, Plastik zu vermeiden, biologisch oder regional zu kochen, Wasser zu sparen… Und da sind wir wieder: Es summiert sich. Und wir können uns gegenseitig inspirieren. Ich habe es satt, dass Menschen sich gegenseitig verurteilen, weil der eine nicht einsieht, dass es für die Umwelt besser ist, vegan zu leben und der andere es unnötig findet, dass man für Plastiktüten mittlerweile bezahlen muss. Ist es nicht wunderbar, dass jeder für etwas anderes brennt? Dass jeder in einem anderen Bereich versucht, die Welt ein Stückchen besser zu machen? Dass wir unser Wissen in spezifischen Bereichen teilen und uns gegenseitig inspirieren können? Wie viel mehr würden wir dabei erreichen, wenn die Liebe unser Fundament ist und wir in Liebe einander begegnen. Denn ohne sie hat das alles sowieso keinen Sinn.

Aber nun (bevor ich völlig abschweife… darüber könnte ich ewig schreiben!) endlich einmal praktisch. Wie soll das denn gehen mit dem fairen, nachhaltigen einkaufen, wenn ich eben nicht so viel Geld habe? Im Folgenden beziehe ich mich hauptsächlich auf meine persönlichen Schwerpunkte: Klamotten, Taschen und Ähnliches. Ich behaupte, dass die ganze Sache gar nicht beim Shoppen losgeht sondern bei einem gedanklichen Perspektivwechsel und einem neuen Bewusstsein für Materielles insgesamt – nämlich einem nachhaltigen Bewusstsein. Hier nun ein paar meiner Erkenntnisse, die vielleicht auch dir helfen, kleine Schritte zu wagen:

1.) Brauche ich wirklich etwas Neues?

Bevor du dir Sorgen darüber machst, dass du viel Geld für neue Klamotten oder Accessoires ausgeben musst, denk noch einmal darüber nach, ob du wirklich etwas Neues brauchst. Keine Frage: wenn alle deine T-Shirts Löcher haben, alle deine Jeans gerissen sind oder dir aufgrund von Gewichtsveränderung nichts mehr passt, ist die Sache relativ klar. Doch kennst du diese Zeiten, in denen man das Gefühl hat, dass einem irgendwie nur dieser eine Pullover, diese eine Hose fehlt, damit man endlich wieder glücklich ist, weil man mit den bisherigen Sachen im Kleiderschrank irgendwie nur „so halb“ zufrieden ist? Nun, oft hat das damit zu tun, dass man beim Kauf dieser Sachen zuvor auch nicht lang genug nachgedacht hat… (In all dem was ich hier beschreibe, bin ich übrigens selbst schuldig.) Doch nun versuche ich, etwas kreativer zu werden. Etwas länger nachzudenken. Wenn ich glaube, etwas zu brauchen, schaue ich mir meine bisherigen Klamotten noch einmal genauer an. Manchmal sind dann folgende Dinge möglich:

  • Ein altes Kleiderstück umstylen oder neu kombinieren! Ein Klassiker: Steck das Oberteil doch einfach mal in die Hose rein, statt es raushängen zu lassen. Dann noch ein Gürtel dazu und schon hat das alte Teil wieder Stil.
  • Alte Klamotten aus der Ecke kramen, die früher mal modern waren! Das tolle ist: Sie sind vielleicht wieder modern! Kein Scherz, das ist mir wirklich schon passiert. Ich besitze eine Regenjacke seit meinem 14. Lebensjahr (also über 10 Jahre!). Die war irgendwann schrecklich un-modern, und ist jetzt wieder völlig akzeptabel (Ich hab sie trotzdem die ganze Zeit getragen…). Ähnlich ist es mit schlabbrigen Oberteilen. Heutzutage muss nicht alles eng anliegen!

Am praktischsten ist es natürlich, wenn dir der Trend egal ist. Bei mir ist das nicht komplett der Fall und mir macht es außerdem ein wenig Spaß, mit Mode zu experimentieren. Mode kann auch ein Hobby sein! Allerdings hilft es, nicht das Gefühl zu haben, jeder aktuellen Trendwelle hinterherrennen zu müssen. Ich habe gelernt, dass es mich im Endeffekt nicht zufriedenstellt und nur zu einer Anhäufung von Klamotten führt, die ich in einem Jahr eh nicht mehr mag (Was dann passiert? Siehe zum Beispiel hier). Es sind nicht immer neue Klamotten nötig, um modisch zu sein. Und was genau „modisch“ ist, definierst du am besten für dich selbst.

2.) Veranstalte Klamotten-Tauschpartys. 

Auch so eine Sache, von der ich ständig reden und schreiben könnte: Klamotten-Tauschpartys sind das Beste und ich könnte sie noch viel häufiger veranstalten! Lade deine Freunde ein und bringt alle eure Klamotten (und andere Gegenstände) mit, die ihr nicht mehr behalten wollt. Und dann geht das Anprobieren und Verschenken/Tauschen los! Es macht so viel Spaß, zu sehen, wie deinen Freunden etwas steht, was du an dir selbst nicht mehr sehen kannst. Ich trage mittlerweile zu großen Teilen Kleidungsstücke, die mir Freunde überlassen haben. Das Schöne daran ist, dass auch ein Stück Geschichte in ihnen steckt und der andere sich freut, wenn er ein altes Kleidungsstück von sich an dir weiterleben sieht.

3.) Besuche Flohmärkte, Second Hand – Läden und Co.

Ich weiß, dass es schwierig ist, auf Flohmärkten, Kleiderkreisel und Ähnlichem genau das Oberteil oder genau die Tasche zu bekommen, die man sich in der eigenen Vorstellung ausgemalt hat. Ich glaube deswegen, dass Flohmärkte und Second Hand – Läden sich dann gut eignen, wenn du keine spezielle Vorstellung hast. Wenn du einfach mal wieder ein paar T-Shirts brauchst. Wenn du dich inspirieren lassen möchtest. Wenn du offen für neue Stile bist. Und manchmal versteckt sich in der Masse eben doch genau diese eine Sache, die man gesucht hat. Ich habe vor einem Jahr zum Beispiel eine kleine Leder-Tasche auf dem Flohmarkt entdeckt. Diese ist nun mein perfekter, zeitloser, zu allem passender Begleiter (für 3,50 €…).

4.) Überlegtes Aussuchen teurer fair-trade-Klamotten

Alles in allem handhabe ich es momentan so: Wenn ich nur mal wieder „etwas Neues brauche“, weil ich mich an dem Alten satt gesehen habe oder ich das Gefühl habe, dass es nicht mehr meiner Persönlichkeit entspricht, schlage ich den Second-Hand-Weg ein. Auch wenn ich etwas dringend brauche, aber offen für Neues bin, versuche ich es so. Doch wenn ich eine genaue Vorstellung habe und das Produkt auch lange halten soll, geht die Recherche los. Dann surfe ich in Fair-Trade-Onlineshops oder besuche einen in real life. Oft erst einmal ohne Ergebnis, denn ich möchte das Geld ja nicht umsonst ausgeben. Doch wenn ich etwas gefunden habe, dann ist es etwas fürs Leben. Etwas, von dem ich weiß, dass ich es auch noch in 10 Jahren tragen würde – vorausgesetzt, es hält so lang. (Das klingt so, als hätte ich das schon sehr oft gemacht… Glaubt mir, ich stehe noch ganz am Anfang.) Zu Beginn des vorletzten Winters zum Beispiel habe ich geglaubt, dass ich viele neue Pullover benötige. Im Endeffekt habe ich mir einen etwas teureren, fairen gekauft und einen gebraucht von meiner Schwester geschenkt bekommen. Ich habe beide total ins Herz geschlossen und es hat gereicht.

5.) Vermeide fast-fashion-Läden.

Kurz zur Begriffsklärung – Wikipedia sagt: Fast Fashion bezeichnet ein Geschäftsmodell des Textilhandels bei dem die Kollektion laufend geändert wird und die Zeit von den neuesten Design der Modeschöpfer zur Massenware in den Filialen stark verkürzt wird. Die stetige Veränderung des Sortiments soll die Kunden dazu bewegen die Verkaufsflächen immer wieder aufzusuchen. Durch Auswerten von Abverkaufsdaten und schneller Reaktion auf diese (Quick Response) kann der Umsatz weiter erhöht werden.“ Slow Fashion dagegen ist auf Langlebigkeit ausgerichtet – an ihr soll man sich nicht so schnell satt sehen. Slow Fashion soll Qualität haben, die hält und unter menschenwürdigen Bedingungen hergestellt wird, denn das ist bei Fast Fashion nicht möglich. Sie ist billig, für Massenproduktion gemacht und hat nicht viel mit sozialer Gerechtigkeit oder Umweltschutz zu tun.

Fast Fashion ist das, was wir für gewöhnlich im Einkaufscenter finden. Es sind die Läden, denen wir alltäglich begegnen. Dadurch ist die Verführung natürlich besonders groß. Auch ich schaue mir gern schöne Kleider im Schaufenster an, schlendere durch Klamottenläden und bewundere (oder wundere mich über) die neuste Mode. Doch seit einiger Zeit fahre ich, zumindest meist, eine simple Strategie: Ich gehe einfach nicht mehr hinein. Ich gehe generell kaum noch „bummeln“ oder „shoppen“. Hauptsächlich nur noch dann, wenn sich jemand wünscht, dass ich ihn begleite. Und ich habe überhaupt nicht das Gefühl, dadurch etwas zu verpassen. Im Gegenteil: Es sind tausend Reize weniger, die mich belasten könnten. Tausend Entscheidungen weniger folgender Art: „Hm, das könnte ich doch bestimmt gebrauchen, oder? Es ist so schön, aber brauche ich es wirklich?“ Ich setze mich dem einfach nicht mehr aus.

Ich verstehe es, wenn meine Tipps nicht für jeden funktionieren. Aber was ich mit ihnen ausdrucken möchte ist folgendes: Du willst nachhaltiger leben und einkaufen? Das bedeutet nicht gleich, dass du das große Geld ausgeben musst. Fang klein an. Fang damit an, dein Bewusstsein für Materielles zu schärfen. Daraus ergeben sich ganz automatisch praktische Schritte.

Ich möchte auch niemanden verurteilen oder ein schlechtes Gewissen machen. Ich wurde schon vor Jahren mit den schlechten Auswirkungen von Fast Fashion, billigem Kaffee und Co. konfrontiert und habe nichts geändert. Ich gehe jetzt meine ersten, kleinen Schritte – in einem Bereich, der mir am Herzen liegt. Und ich habe noch lange nicht für alles eine Lösung gefunden. Doch weil es mir am Herzen liegt, versuche ich es gern immer wieder.

Was liegt dir am Herzen? Welche kleinen Schritte gehst du? Hast du weitere Ideen, wie man nachhaltiger konsumieren kann, ohne viel Geld ausgeben zu müssen? Ich bin gespannt!

Constanze

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Autor:

Leben entwirren - das probiere ich. Ich schreibe über kleine und große Lebenserkenntnisse und Erlebnisse und möchte dich dadurch ermutigen, inspirieren und zum Nachdenken anregen! Ich hoffe, dass meine Texte dir ein wenig Motivation für deinen Alltag schenken oder dir Mut geben, neue Schritte zu wagen und Ziele anzupacken :-)

5 Kommentare zu „Nachhaltig konsumieren, aber wie? – Klamotten, Shoppen und Co.

  1. Liebe Conny,
    in diesem Text sprichst du mir mit vielen Dingen aus dem Herzen.
    Da ich selbst auch ein sehr verantwortungsbewusster Mensch bin und mir über viele Sachen Gedanken mache, geht die ganze Sache mit unserem Konsumverhalten und der Umweltbelastung auch an mir nicht ganz vorbei. Ich habe Freunde, die sich (wie du geschrieben hast) auch für eine Sache sehr engagieren, zB Foodsharing oder plastikfreien Konsum. Solches Engagement bewundere ich immer wieder und versuche auch kleine Schritte in diese Richtung in meinen Alltag zu integrieren. Oft verzweifle ich dann etwas an dem Angebot der Supermärkte und ärgere mich sehr darüber, wenn Biogemüse unbedingt in Plastik UND Pappe eingepackt werden muss..ich kaufe hier in Belgien beim Aldi ein, weil es der günstigste Supermarkt ist und alle anderen ziemlich teuer sind im Gegensatz zu Deutschland. Leider gibt es da so gut wie kein unverpacktes Gemüse und dann ist man schnell entmutigt. Zu drei verschiedenen Supermärkten zu rennen finde ich dann wieder ziemlich zeitaufwendig und so verschwindet dann gleich mein Enthusiasmus wieder…
    Plastikfreie Läden sind hier in Belgien auch noch nicht so ganz angekommen glaub ich, zumindest finde ich, dass sie hier generell etwas hinterher sind mit Bioprodukten und Nachhaltigkeit.

    Was die Klamotten angeht, bin ich da ständig in einem inneren Konflikt 😀 da hast du mir auf jeden Fall super Anregungen gegeben mit dem Umgestalten usw. Ich gehe sehr gern auf Flohmärkte, schaue in der FB-Flohmarktgruppe oder habe auch schon Tauschpartys mit Freunden gemacht. Davon habe ich schon einige tolle Teile, die mir sehr am Herzen liegen 🙂 Letztens hatte ich mal wieder so einen totalen Shoppingwahn, als bei Vero Moda Ausverkauf war und da hab ich gleich mal 4 Teile gekauft…die Sale-Wochen sind für mich eine absolute Verführung und ich dürfte einfach gar nicht in die Stadt gehen. Ansonsten schaue ich immer mal im Fair trade Laden in Weimar, kennst du den schon? Bei der creperie am Palais gegenüber! Total süß eingerichtet. Eine der Marken ist Armed Angels, wo ich mir letztens von meinem Amazon-Gutschein mal ein Kleid bestellt habe. Ich würde es auch gern schaffen, öfter da zu bestellen als in die Shopping Center zu gehen. Allerdings ist der Stil relativ einseitig und alternativ, vielleicht hast du Tipps für mich was andere Seiten betrifft mit etwas anderer Mode?

    Liebe Grüße, Elisa

    1. Liebe Elisa, vielen Dank für deine Gedanken!

      Ja, über das plastikverpackte Bio-Gemüse ärgere ich mich auch immer wieder… Ich würde mir auch wünschen, dass ich mehr zu dem Unverpackt-Laden in Jena gehen würde, aber da er am anderen Ende der Stadt ist, geschieht das leider auch nicht wirklich… Da ist es wirklich immer ein Abwägen von Prioritäten bei mir und ich muss mir immer wieder sagen, dass ich nicht alles gleichzeitig machen kann. Ich gehe gern bei Rewe einkaufen, da kriegt man immerhin schon einiges plastikfrei. (Wenn auch nicht die Bio-Gurke…)

      Ja, den Fair-Trade-Laden in Weimar kenne ich, dort haben wir auch schon einmal eingekauft! 🙂 Mir persönlich gefällt der Stil sehr, aber ich verstehe, was du mit der Einseitigkeit meinst – da kenne ich auch einige, für die das ein Problem ist und leider habe ich auch noch nicht so viele Alternativen entdeckt. Kennst du den Online-Shop „Glore“? Die verkaufen aber auch viel von ArmedAngels und einen ähnlichen Stil hauptsächlich, glaube ich. Vor kurzem habe ich in Jena einen (für mich neuen) Laden entdeckt: „Del Corazon“ am Markt – vielleicht kennst du den? Soweit ich weiß, ist dort nicht alles komplett „fair trade“, aber vieles. Mir gefällt die Mode dort sehr gut. 🙂
      Am Ende dieses Artikels von einer Bloggerin, die ich gern immer mal lese, ist eine lange Auflistung von verschiedenen Fair-Trade-Online-Shops (mit Einschätzung des Stils/Preissektor) – vielleicht findest du da ja was passendes für dich: https://honigdusche.com/2017/08/29/menschenwuerdig-shoppen-geht-das/

      Ganze liebe Grüße! 🙂

      1. Danke für die Tipps, da schaue ich mal! Ich mag den Stil von Armed Angels auch sehr gern, bloß manchmal möchte ich auch etwas schickere Sachen kaufen, wenn du weißt was ich meine. Den Del Corazon kenne ich, wusste bloß nicht, dass es da auch fair trade Sachen gibt 🙂
        Wollte dir noch von einem tollen Erlebnis erzählen, was ich gestern hatte. Habe mir nämlich mal die Zeit genommen und Preise von Obst und Gemüse verglichen beim Aldi und Delhaize (der teuerste Supermarkt hier) und festgestellt, dass es witzigerweise beim Delhaize doch teilweise günstiger ist. Außerdem kann man dort alles einzeln kaufen und in kleine Papiertüten packen. Da war ich einfach frech und hab vier verschiedene Sachen in eine Tüte, die Frau an der Kasse hatte auch nichts dagegen 🙂 da habe ich gestern mindestens 5 Plastikverpackungen gespaart und war ganz happy. Das tut auch unserem Mülleimer gut der ständig voll ist 😀

      2. Ja, genau, das kommt auch noch dazu, dass es total nervt, wenn der Mülleimer immer gleich voll ist! 😀 Papiertüten hab ich noch nie irgendwo gesehen, cool! Ich fühle mich auch immer ein bisschen schlecht, wenn meine einzelnen Äpfel ohne Tüte das Fließband entlangkullern (Hygiene ist da ja vielleicht auch wieder eine Frage?) und die Kassiererin nicht alle zusammen auf die Waage bekommt, aber ich glaube mittlerweile haben die sich da schon dran gewöhnt… 😉

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