Veröffentlicht in Allgemein

Blog-Umzug!

Whoop, whoop – Es ist soweit! Hiermit verkünde ich offiziell, dass mein Blog umzieht.

Wie bereits vor (zu vielen…) Monaten angedeutet, hatte ich mir das Ziel gesetzt, meinen Blog auf einer selbstgehosteten Website weiterzuführen. Nachdem ich eine Weile gebraucht habe, mich in die Materie hineinzuarbeiten, lag das Projekt über den Sommer auf Eis. Außerdem wollte ich gern ein neues Layout, war aber mit nichts zufrieden…

Nun habe ich mich entschieden: Es bleibt beim gleichen Layout. Denn ich mag es. Und ich bin der Überzeugung, dass ich merken werde, wenn es Zeit für etwas Neues ist. Einige kleine Veränderungen werdet ihr dennoch entdecken. Alles in allem mag es nicht nach viel Arbeit aussehen, aber für mich war allein die Einrichtung von PlugIn’s eine große Herausforderung – damit hatte ich bei der kostenfreien WordPress-Version noch nichts zu tun. Ganz fertig bin ich noch nicht, aber es reicht erst einmal aus, um weiter zu bloggen.

Es gibt eine wichtige Veränderung für euch. Einer der Gründe, nun einen selbstgehosteten Blog zu betreiben, war es, dass ich mich dadurch (nach bestem Wissen und Gewissen) an die DSGVO-Gesetzeslage halten kann. Dies hat zur Folge, dass ich ein bestimmtes Plugin nicht mehr benutzen möchte, welches bei der kostenfreien WordPress-Version automatisch installiert ist. Es ist deshalb auf der neuen Website nun nicht mehr möglich, meinem Blog über WordPress zu folgen, sodass im WordPress-Reader automatisch neue Beiträge angezeigt werden. Deswegen würde ich mich sehr freuen, wenn ihr mir ab sofort über E-Mail folgt. Diese Newsletter-Funktion habe ich unter meine Kontrolle und kann sie DSGVO-konform gestalten. Wenn ihr WordPress-Nutzer seit, könnt ihr außerdem meine neue Website händisch in den WordPress-Reader eintragen und somit folgen.

Und nun fragt ihr euch sicherlich: Wo finde ich die neue Website??? Überglücklich präsentiere ich euch den Namen, welcher nun endlich meinem tatsächlich Blog-Namen entspricht: www.lifeuntangled.de (Ja, darüber freue ich mich am meisten.)

Der alte Blog wird vorerst noch bestehen bleiben, damit ihr nach und nach mit mir umziehen könnt. Perspektivisch werde ich ihn jedoch löschen.

Ich freue mich sehr, euch auf lifeuntangled.de wiederzutreffen! 🙂

Constanze

 

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Veröffentlicht in Gedanken, Persönlichkeit

Kinder, Kinder – Verheiratet, und jetzt?

Ein bisschen aufgeregt bin ich, aber ich bin mir sicher, das Gefühl der Gewohnheit schleicht sich nach und nach wieder ein – an der Tastatur sitzt heute nämlich nicht Constanze, sondern Anne. Ich habe selbst ca. 7 Jahre gebloggt (Nov. 2010 – Jan. 2018) und meinen Blog nach meiner Studentenzeit dann immer mehr zurückgestellt. Jetzt ist www.anny-thing.de nicht mehr aktiv, aber meine Freude am Schreiben ist nach wie vor da und ich habe mich nach dieser Ausdrucksform echt ein bisschen gesehnt. Die Idee, in Constanzes Blog einzusteigen, kam mir vor Kurzem, denn ich mag ihre Art zu schreiben, ihre Themen beschäftigen mich auch, wir sind beide aus dem Osten Deutschlands, im selben Alter und haben uns bei der Leipziger Buchmesse dieses Jahr kennengelernt. Da habe ich auch erfahren, dass sie diesen Blog bereits mit einer Freundin gegründet hatte und so war die Hemmschwelle für mich nicht so hoch.

Was uns ebenfalls verbindet, sind drei Jahre Eheerfahrung – bisher ohne Nachwuchs. Mein Mann und ich waren vor unserer Hochzeit schon einige Jahre ein Paar, aber noch so junge Studenten, dass wir uns erst mal selbst finden mussten. Inzwischen haben wir viel erlebt und ein Zusammenleben etabliert, das sich für mich nach Zuhause anfühlt. Wir streiten immer noch über Kleinigkeiten, wie die Unordnung des anderen oder die Frage, ob es wirklich schon wieder Schokolade geben muss; wir diskutieren über gesellschaftliche Themen und ergänzen uns nicht nur charakterlich immer besser, sondern auch, was Planung, Haushalt und Arbeit betrifft. Wenn Sätze von meinem Mann fallen wie heute nach dem Kauf neuer Möbel: „Wir haben uns heute echt gut ergänzt!“, dann geht mir still und heimlich das Herz auf. Da hat sich etwas in den Ehejahren entwickelt, das ich nicht missen möchte. Und bis es zum Vorschein kam, haben wir anhand von vielen Lektionen einiges lernen dürfen.

Im Nachhinein klingt es in meinen Ohren immer recht amüsant, welche Pannen wir bereits zusammen erlebt oder welchen Frust wir geteilt haben, den uns der jeweils andere eingebrockt hat. Angefangen bei harmlosen Dingen wie dem Blitzer zur Standesamtlichen Hochzeit (ach ja, ein Rotblitzer …), dem Geschirrbruch beim Einzug meines Liebsten, dass wir beide unsere Masterarbeiten zeitlich ziemlich überzogen und uns in dieser Zeit mit Nebenjobs über Wasser hielten, unglücklich falsch gewaschenen Wäschestücken bis zum selbstverschuldeten Wasserschaden, Beerdigungen und einem Autounfall …

Die Beerdigungen der Großeltern waren natürlich nicht selbstverschuldet, aber sie haben uns noch einmal neu gezeigt, dass in und durch all das Alltagschaos, das sich langsam sortiert und zu einem geregelten Leben wird, es nun langsam an uns liegt diese unsere Welt zu gestalten. Jede dieser Herausforderungen – vielleicht ein paar in jedem Quartal – haben uns fast unbemerkt reicher an Erfahrungen, reifer im Umgang miteinander und dankbarer Gott gegenüber gemacht. Dankbar für die Erfindung der Ehebeziehung, die bildlich gesprochen so tiefe Wurzeln schlagen kann, stabiler wird und Frucht trägt, um auch anderen ein Segen zu sein. Wie wertvoll ist es, den Glauben nicht aufzugeben und geduldig zu sein, auch wenn man merkt, dass man eigentlich unterschiedlich tickt und sich Harmonie oft erkämpfen muss. Es lohnt sich, denn wir merken, was zu unserem Charakter gehört und wobei wir uns inzwischen auch aufeinander einspielen.

Oh, ihr heiratet! Kriegt ihr dann jetzt Kinder?

Gemeinschaft

Es gibt Paare, die heiraten, weil sie Kinder bekommen wollen. Oder weil sie Kinder haben. Oder obwohl sie noch keine bekommen möchten. Möglicherweise ist unsere Generation da inzwischen anders als die Christen vor uns, denn ich merke, dass es auch in Gemeinden immer wieder Paare gibt, die sich mit diesem Thema Zeit lassen. Und ehrlich gesagt merke ich bei mir, dass ich Kinder wunderbar finde, vor allem wenn ich sie persönlich kennenlerne. (Wunderbar und anstrengend, beides.) Dass die Vorstellung von einem eigenen Baby faszinierend ist und dass ich mich immer wieder vor YouTube-Geburtsberichten wiederfinde, die von Grusel- bis Traumgeschichten alles bieten. Ich schaue mir Familien-Vlogs an, sauge die Erfahrungen meiner Mama-Freundinnen auf, beschäftige mich mit Hormonen und arbeite daran, unnötigen Ballast (körperlich und seelisch) abzuarbeiten (frei nach dem Motto: „Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen.“ Johannes 3,30).

Das Umfeld hat einen immensen Einfluss – das habe ich gemerkt, als gleich mehrere Freundinnen ihre Schwangerschaft verkündeten und ich ihre Babys tragen durfte. Ein großes kleines Glück war das. Jetzt sehe ich die Kinder aufwachsen und staune über die unterschiedlichen Phasen, die jedes Kind durchläuft – und dass jede einzelne Phase für sich gesehen spannend ist. Und trotzdem sind wir noch damit beschäftigt, beruflich Fuß zu fassen, unsere Wohnung in dieser und jener Ecke auszusortieren, eine Meal Planning-Routine zu entwickeln und Sport in den Alltag zu integrieren. Wir versuchen die Bibel in 2 Jahren zu lesen, all den Büchern, die seit Jahren verstauben ebenfalls endlich Aufmerksamkeit zu schenken, Aufgaben in der Gemeinde zu übernehmen, Freundschaften mit Singles und Ehepaaren ohne Kinder zu pflegen. Letzteres ergibt sich ganz von selbst, denn Zeit wird zu einem so kostbaren Gut, wenn man entweder Vollzeit arbeiten geht oder Eltern wird.

Die regelmäßigen Treffen mit Mama-Freundinnen waren diesen Sommer vor allem durch eine feste Routine (alle zwei Wochen und mit Kind) möglich oder durch große Spontanität von beiden Seiten für zum Beispiel Spaziergänge in der Stadt. Aber Fakt ist, wer Kinder hat ist gefühlt mehr Familie als ein Paar ohne Kind – oder erlebt ihr das vielleicht anders? Je nach Familie bleibt man offen für Gemeinschaft mit anderen oder man zieht sich in die kostbare Drei-, Vier-, Fünfsamkeit zurück, weil man da etwas Neues geschaffen hat, das sich so schnelllebig verändert und Zeit und Aufmerksamkeit braucht. Singlefreunde und Paare ohne Kinder sind dann eine wertvolle Ergänzung der eigenen Paar-Familie. Denn wie ich heute in einem Podcast (Dear Daughters) gehört habe, ist ein Paar bereits eine vollwertige Familie. Ich mag diese Ansicht, denn so können wir schon eine Familienkultur schaffen, auch wenn wir uns noch nicht für Kinder bereit fühlen. Wir können den langsamen Prozess annehmen, den wir für Veränderung benötigen – nicht mit herumsitzen und abwarten, sondern mit echten Menschen, ihren Erfahrungen, mit Kindern, die wir mit Zeit und Liebe beschenken dürfen, mit Ideen, die wir anpacken, mit Wertesystemen und Routinen, die wir festigen.

Ich bin mir sicher, es gibt da draußen viele, viele Paare, die ungeplant wundervolle Kinder bekommen, die ihr Leben chaotisch machen und gleichzeitig unfassbar bereichern. Paare, die gerade daran wachsen und die herausfinden, wie viel in ihnen steckt, wie sehr Gott die schwere Arbeit übernimmt und ihnen die Kraft für jeden einzelnen Tag verleiht. Ich möchte euch ehren für die tolle Arbeit, die ihr macht! Und gleichzeitig möchte ich Paare wie uns und die ungewollt Kinderlosen stehenlassen, wie sie sind und nicht geringer schätzen, denn auch sie sind Familie und haben Aufgaben, sich entfaltendes Potential und Gemeinschaft. Und solltet ihr euch, als Familie mit oder ohne Kindern nach der Gemeindefamilie sehnen, weil ihr sie vermisst, dann schaut euch um nach den Menschen, die für euch ein Teil der Familie werden können und wollen. Nicht nur Kinder brauchen ein Dorf, wie ein afrikanisches Sprichwort sagt, auch Erwachsene wünschen sich eine Heimat. Ergänzung, Fürsorge, Humor, Herausforderung und Ermutigung. Das ist ein Boden, der uns vorbereitet auf Menschen, die Gott durch uns neu ins Leben ruft, auf die Kinder der Zukunft und auf Projekte und Ideen, die die Welt oder unseren Ort ein bisschen verändern und Gottes Gegenwart auf die Erde bringen.

Vielleicht bis zum nächsten Mal, wenn ihr wollt –

Anne

Veröffentlicht in Glauben, Motivierendes

Lebe deinen Traum… Aber wie? (Buchempfehlung)

Ich muss gestehen, dass mein Interesse an Booten oder handwerklichen Arbeiten noch nie besonders groß war – Aber als ich vor kurzem die Möglichkeit bekam, Kerstin Hacks Buch „Leinen los“ über den Umbau eines alten Schiffs und ihren damit verbunden Traum zu lesen, war mein Interesse sofort geweckt. Die Kurzbeschreibung des Buches ließ erahnen: Hier geht es um mehr als ein großes handwerkliches Projekt, sondern um einen Lebenstraum. Es fasziniert mich, zu sehen oder darüber zu lesen, wie Menschen Schritt für Schritt auf solch einen Lebenstraum zugehen und dabei andere bereichern. Oft ist es mir erst einmal egal, was genau das in der Praxis bedeutet, denn im Kern geht es darum: Das zu tun, was dem eigenen Wesen entspricht und diese Sache der Welt (und wenn es nur ein paar Menschen in der Umgebung sind) zur Verfügung zu stellen. Das steckt an.

Kerstin Hack, Jahrgang 1967, ist Autorin, Coach und Speakerin und hat in ihrem eigens gegründeten Verlag „Down to Earth“ bereits mehrere Bücher veröffentlicht. Sie lebt in Berlin auf einem umgebauten DDR – Marineschiff, welches ihr als Haus- und Seminarboot dient. Und um genau diesen Umbau geht es in ihrem neusten Buch „Leinen los“. Darin beschreibt sie, wie es zu ihrem Traum kam, den Prozess des Umbaus sowie jegliche Erfolge und Widrigkeiten, die damit zusammenhingen. Sie schreibt über Freunde, die ihr halfen, Herausforderungen, die sich ihr stets aufs Neue in den Weg stellten und immer wieder neu gefasstes Gottvertrauen.

Kerstins Schreibstil liest sich unglaublich leicht. Ihre Erzählungen sind reich gespickt mit Lebensweisheiten und Metaphern, sodass es durchweg spannend und lehrreich zugleich bleibt. Von den ersten Zeilen an war ich fasziniert von ihrem unkonventionellem, mutigen Leben. Nicht nur, dass sie als Coach und Schriftstellerin auf beruflicher Ebene für mich sehr interessant ist – schnell wird auch klar: Kerstin kennt ihre Lebensziele und sie geht mutig voran. Es ist ihr Traum, Menschen in schwierigen, herausfordernden Phasen zu begleiten und zu coachen und einen Wohn- und Seminarraum zu schaffen, in dem dies möglich ist. Dieser Traum hat sich über ihr Leben lang entwickelt. Er ist konkret. Sie weiß, was sie möchte, was ihrem Wesen entspricht und dies setzt sie in die Tat um. Wie genau diese Umsetzung aussieht, weiß sie im Vorhinein nicht vollständig – ursprünglich hatte sie auch nicht geplant, ein Boot umzubauen. Doch sie geht los, versucht etwas, und wenn es scheitert, schlägt sie einen neuen Weg an. Der Kerntraum bleibt erhalten.

Jedoch, und an dieser Stelle fasziniert mich ihre Geschichte am meisten, macht sie eine Sache nicht, die wohl die meisten als ultimative Voraussetzung für solch ein Projekt ansehen würden: warten, bis alle nötigen Ressourcen vorhanden sind, um einen Umbau dieser Dimension durchzuführen. Auf kreative Weise und durch die Unterstützung von Freunden und Bekannten sammelt sie Stück für Stück das Geld und Material, was sie für den nächsten Schritt braucht. Auch fehlendes handwerkliches Wissen hält sie nicht ab. Durch ihre Offenheit und einen wachsamen Umgang mit ihrer Umwelt trifft sie immer wieder auf Menschen, die ihr zur Hand gehen oder Wissen zur Verfügung stellen können. Sie vertraut darauf, dass Gott zum richtigen Zeitpunkt das Nötige bereitstellt und beginnt mit dem, was sie zur Verfügung hat. Dadurch kann sie voller Liebe vorangehen statt sich von Angst den Weg versperren zu lassen. Und sie macht deutlich: Jedem ist dies möglich. Jeder kann den ersten Schritt auf einen Traum zugehen.

„Manche Menschen denken, dass eine Umgebung oder auch ein Mensch perfekt und fertig sein muss, bevor sie oder er zum Wohl anderer Menschen eingesetzt werden kann. Wer sagt denn, dass etwas perfekt sein muss, um zu beginnen und Gutes zu bewirken?“ (S. 155, „Leinen los“, Kerstin Hack)

Bei all ihren mutigen Schritten bleibt sie ehrlich und authentisch und berichtet ebenso von zwischenmenschlichen Schwierigkeiten und gebrochenen Beziehungen in der Zeit des Umbaus. Von ungewisser Zukunft und Zeiten, in denen sich eine finanzielle Schwierigkeit an die nächste reihte. Ebenso ermutigt sie, Erfolge und gute Zeiten zu feiern und zu genießen. Spannend waren außerdem ihre Gedanken zum Thema Einfachheit, Aussortieren und Minimalismus sowie ihre Vorgehensweisen im Coaching. Auf ganz natürliche Weise gewährt sie Einblick in ihre verschiedenen Lebensbereiche und stellt dabei ihre Erfahrungen dem Leser zur Verfügung.

Am Ende des Buches zieht Kerstin ein Fazit zum Thema „Glück“ und inwieweit dieses von der Erfüllung eines Lebenstraums abhängig ist. Kann man erst glücklich sein, wenn ein Ziel erreicht ist? Ist sie nun glücklich, weil sie den Bootsumbau geschafft hat? Ein Traum ist erfüllt – und nun ist alles gut? Ich möchte euch ermutigen, das Buch selbst zu lesen, um Antworten auf solche und ähnliche Fragen zu bekommen.

Über folgenden Link gelangt ihr zu Kerstin Hacks Website (auf der es viel zum Stöbern gibt!) und ihrem Buch: https://kerstinhack.de/ Lasst euch inspirieren von ihren unverblümten, ehrlichen Worten, die vieles genau auf den Punkt bringen. Ich habe das Gefühl, dass für jeden eine wertvolle Lebenslektion in ihrer Geschichte zu finden ist.

Constanze

(photo by Debora Ruppert)