Veröffentlicht in Allgemein

Blog-Umzug!

Whoop, whoop – Es ist soweit! Hiermit verkünde ich offiziell, dass mein Blog umzieht.

Wie bereits vor (zu vielen…) Monaten angedeutet, hatte ich mir das Ziel gesetzt, meinen Blog auf einer selbstgehosteten Website weiterzuführen. Nachdem ich eine Weile gebraucht habe, mich in die Materie hineinzuarbeiten, lag das Projekt über den Sommer auf Eis. Außerdem wollte ich gern ein neues Layout, war aber mit nichts zufrieden…

Nun habe ich mich entschieden: Es bleibt beim gleichen Layout. Denn ich mag es. Und ich bin der Überzeugung, dass ich merken werde, wenn es Zeit für etwas Neues ist. Einige kleine Veränderungen werdet ihr dennoch entdecken. Alles in allem mag es nicht nach viel Arbeit aussehen, aber für mich war allein die Einrichtung von PlugIn’s eine große Herausforderung – damit hatte ich bei der kostenfreien WordPress-Version noch nichts zu tun. Ganz fertig bin ich noch nicht, aber es reicht erst einmal aus, um weiter zu bloggen.

Es gibt eine wichtige Veränderung für euch. Einer der Gründe, nun einen selbstgehosteten Blog zu betreiben, war es, dass ich mich dadurch (nach bestem Wissen und Gewissen) an die DSGVO-Gesetzeslage halten kann. Dies hat zur Folge, dass ich ein bestimmtes Plugin nicht mehr benutzen möchte, welches bei der kostenfreien WordPress-Version automatisch installiert ist. Es ist deshalb auf der neuen Website nun nicht mehr möglich, meinem Blog über WordPress zu folgen, sodass im WordPress-Reader automatisch neue Beiträge angezeigt werden. Deswegen würde ich mich sehr freuen, wenn ihr mir ab sofort über E-Mail folgt. Diese Newsletter-Funktion habe ich unter meine Kontrolle und kann sie DSGVO-konform gestalten. Wenn ihr WordPress-Nutzer seit, könnt ihr außerdem meine neue Website händisch in den WordPress-Reader eintragen und somit folgen.

Und nun fragt ihr euch sicherlich: Wo finde ich die neue Website??? Überglücklich präsentiere ich euch den Namen, welcher nun endlich meinem tatsächlich Blog-Namen entspricht: www.lifeuntangled.de (Ja, darüber freue ich mich am meisten.)

Der alte Blog wird vorerst noch bestehen bleiben, damit ihr nach und nach mit mir umziehen könnt. Perspektivisch werde ich ihn jedoch löschen.

Ich freue mich sehr, euch auf lifeuntangled.de wiederzutreffen! 🙂

Constanze

 

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Veröffentlicht in Allgemein, Aus dem Alltag, Motivierendes

Dazuzulernen ist nicht immer leicht

Wenn ich Großstädte besuche, habe ich plötzlich das Gefühl, vom Land zu kommen, obwohl das überhaupt nicht stimmt. Es ist für mich so, als würde ich eine ganz eigene Welt und Kultur kennenlernen, auch wenn ich mich nach wie vor in Deutschland befinde. Ist das nicht wunderbar? Um Neues zu entdecken, ist eine weite Reise also gar nicht nötig.

Kurze Städtereisen sind meiner Meinung nach etwas anderes als ein gewöhnlicher Erholungsurlaub am Strand oder in den Bergen. Und so habe ich auch bei unserem Besuch in Hamburg über das Himmelfahrtswochenende wieder einiges über mich gelernt – unter anderem, dass meine Neugier, Neues zu entdecken viel größer ist als ich manchmal denke. Ich möchte das Typische und Untypische einer Stadt kennenlernen. Ich will alte Gebäude sehen und wissen, wie es um der nächsten Ecke aussieht. Ich will erfahren, wer die berühmten Menschen waren, die einen Ort geprägt haben. Und seit ein paar Jahren gehe ich erstaunlicherweise auch ab und zu gern in ein Museum. (Oh Schreck, ich werde wohl erwachsen.) Ich gestehe, ich mag es, mich nach dem Besuch gebildet zu fühlen – als hätte ich auf einmal Allgemeinwissen. Es erstaunt mich zu sehen, wie Leute in anderen Zeiten gelebt haben, was sie bewegte und was das mit uns heute zu tun hat. (Liebe Grüße an meine Geschichtslehrerin.)

Doch was ist, wenn das Interesse fehlt?

Ich habe festgestellt, dass es nicht immer so leicht ist mit dem „Dazulernen“. Dass meine Wissbegier ihre Grenzen hat – nämlich dort, wo es mich überhaupt nicht interessiert. Neues dazuzulernen bereitet (was für eine Überraschung) nicht immer Freude und mein Kopf macht unter Umständen schon im Vorhinein „dicht“. So wie zum Beispiel damals im Mathematik-Unterricht. Ja, ich hatte kein Naturtalent fürs Rechnen, aber das größerere Problem war, dass ich mich mit zunehmender Klassenstufe der ganzen Sache verschloss. Sie interessierte mich nicht und ich wollte mich vor allem nicht dafür interessieren. Unter solchen Voraussetzungen offen für neue Rechenregeln zu sein ist schwierig. In gewisser Weise nahm ich meine etwas schlechteren Leistungen einfach in Kauf. Da ich ansonsten gut in der Schule war, konnte ich es mit meinem Gewissen vereinbaren. Aber geht das immer so? Man muss doch schließlich nicht alles können… oder?

Klar, ich muss tatsächlich nicht alles können und es ist sicherlich okay, dass ich kein Mathegenie geworden bin. Ich bin ein großer Verfechter von gabenorientiertem Arbeiten. Es begeistert mich zu sehen, was Teams vollbringen können, wenn sich jeder auf seine persönlichen Talente konzentriert. Ich finde es wichtig, Aufgaben sinnvoll zu verteilen und Gaben gezielt einzusetzen. So kann vieles effektiver, erfolgreicher und mit mehr Freude funktionieren.

Doch was ist, wenn es auch ohne Interesse funktionieren muss?

Da habe ich mich mal wieder auf frischer Tat ertappt… Diese Einstellung – Ich will ja nur gabenorientiert sein! – kann auch Faulheit in mir hervorrufen. Manchmal ruhe ich mich tatsächlich darauf aus. „Das ist nicht mein Ding, ich muss das nicht können. Damit beschäftige ich mich gar nicht erst.“ So leicht ist es nicht immer. Und oh wie gern gehe ich solchen Situationen aus dem Weg… Versuche, sie beiseite zu schieben. Hoffe, dass es irgendwie so funktioniert ohne dass ich mich mit dieser lästigen Sache beschäftigen muss, die mich null Prozent interessiert. Insgeheim sehne ich mir jemanden herbei, der es einfach für mich klärt…

Wenn du selbst Blogger oder Website-Betreiber bist dann weißt du wahrscheinlich schon, auf welches Beispiel ich nun hinaus möchte… Jap, die DSGVO. Das neue Datenschutzgesetz. Auch bei mir. Leider habe ich den schwerwiegenden Fehler begangen und diese ganze Sache lange Zeit nicht ernst genommen. „Ich bin doch nur ein kleiner, unwichtiger Blogger. Kann ja nicht sein, dass ich mich auf einmal mit irgendwelchem technischen, datenschutzrechtlichen Kram auseinandersetzen muss.“ Doch ich durfte nun feststellen, dass es nicht so leicht ist.

Technischen Angelegenheiten gehören zu genau jenen Dingen, für die ich nur schwer Interesse aufbringen kann. Ich verstehe außerdem kein Wort Internet-Jargon. Und ebenso wie damals im Matheunterricht wollte ich es bisher auch überhaupt nicht verstehen. Ich glaubte, dass ich das nicht müsste. Ich war froh, mein kostenfreie WordPress-Seite erstellt zu haben und wollte mich nur auf das Schreiben konzentrieren. Gabenorientiertes Arbeiten eben, oder? Folgender Wahrheit wollte ich nicht ins Auge sehen: Wer einen Blog betreiben will, muss sich mit mehr auseinandersetzen als nur mit dem Schreiben. Und an aktuelle Datenschutzgesetze muss ich mich eben auch halten.

Was ich jetzt schon dazugelernt habe…

Wenn ich etwas möchte, dann muss ich mich allumfassend damit beschäftigen. auch wenn das nicht immer Spaß macht. (Klingt wie eine Lektion aus der Kindheit, oder?) Da kann ich noch so oft davon reden, dass es nicht zu meinen Fähigkeiten gehört: Ich muss mich für neue Welten öffnen. Kann ja versuchen, es mir so vorzustellen wie den Besuch einer neuen Großstadt…

Und: Es ist möglich! Ich kann mir Dinge aneignen, für die ich mich nicht interessiere. Schritt für Schritt, ohne in Panik zu verfallen. Ich werde anfangen, die Internetsprache zu verstehen, herausfinden was genau „https“ bedeutet, was eine Datenschutzerklärung beinhalten muss und so weiter. Dabei muss ich ganz unten anfangen, meinen Schweinehund überwinden und die ersten kleinen Schritte wagen. Aber das ist okay.

Was sich hier verändern wird…

Ehrlich gesagt weiß ich noch nicht ganz genau, was sich nun verändern wird, da ich mich eben noch nicht allumfassend damit auseinandergesetzt habe. Ich werde dies so bald wie möglich tun. Allerdings ist es wahrscheinlich, dass ich es bis zum Inkrafttreten des Gesetzes am 25.05. nicht schaffen werde. Es ist somit möglich, dass ich meinen Blog für kurze Zeit der Öffentlichkeit nicht zugänglich machen kann. Keine Sorge: Ich werde zurückkommen! Bitte gebt mich nicht auf. 🙂 Ich werde mein Bestes geben, um die nötigen Maßnahmen so schnell und gut wie möglich umzusetzen. Hinweisen kann ich bereits darauf, dass ich höchstwahrscheinlich die Kommentarfunktion und das Kontaktformular schließen muss und es in Zukunft nicht möglich sein wird, meinem Blog per E-Mail zu folgen. Das ärgert mich sehr… Es ist jedoch notwendig, da ich eine kostenfreie WordPress-Version nutze, bei der bestimmte notwendige Anpassungen für die neuen Datenschutzregelungen nicht umsetzbar sind. (Von dieser kostenfreien WordPress-Version auf eine andere umzusteigen ist ebenso eine Möglichkeit für mich. Aber ihr müsst mir Zeit geben, denn ihr wisst ja: Noch bin ich ein frisch angekommener Tourist in dieser Welt.)

Deshalb möchte ich euch noch einmal verstärkt auf meine facebook- und Instagram-Seite hinweisen. Unter folgenden Namen bin ich zu finden:

  •  facebook: Life Untangled
  •  Instagram: Life_Untangled

Dort könnt ihr mir nach wie vor Kommentare hinterlassen, mit mir in Kontakt treten und mich auch dann verfolgen, wenn ich für eine Zeit lang nicht auf meinem Blog zu finden bin. Eine E-Mail könnt ihr mir außerdem weiterhin an: untangledforyou@gmail.com schreiben.

Ich freue mich, wenn ihre diese Möglichkeiten nutzt!

An dieser Stelle einen großen Dank an alle Blogger, durch die ich auf diese notwendigen Maßnahmen aufmerksam geworden bin und die mich mit reichlich Informationen versorgen.

Ich bin gespannt, was die Zukunft bringt und möchte lernen, mich meinen Unsicherheiten gegenüber bestimmten Gebieten zu stellen. Mir Wissen auch in solchen Bereichen anzueignen, denen ich früher nicht über den Weg getraut hätte. Welchen Bereich gibt es in deinem Leben, den du lieber ausklammerst? Lass dich ermutigen, den ersten kleinen Schritt zu wagen. Es ist möglich!

Constanze

 

Veröffentlicht in Allgemein, Gedanken

Warum ich eine Blog-Pause eingelegt habe

Das Bloggen ist so eine Sache. Eigentlich ziemlich cool. Jeder, der will kann worüber er will seine Meinung kundtun – auf einer überschaubaren Seite, in regelmäßigen Abständen. Für mich ist der Blog eine gute Plattform, um nicht nur für mich selbst zu schreiben. Denn Schreiben, das mache ich sowieso. Und das Leben analysieren, das auch. Im Bloggen kann ich es vereinen und andere an etwas Anteil haben lassen, was mir viel Freude bereitet. Andere Leute können lesen, was ich zu sagen habe oder es lassen. Niemand wird zu irgendetwas gezwungen. Soweit so gut…

… bis man in die Perfektionismus-Falle tappt und dieser ganze Plan von Freiheit und Zwanglosigkeit irgendwie nicht mehr aufgeht. Und so ging es mir ein wenig.

Das ist der Grund, weswegen ich einige Wochen nicht gebloggt und mich im Allgemeinen nicht sehr viel auf Social Media-Plattformen bewegt habe. Stattdessen habe ich darüber nachgedacht, warum und wie ich blogge und dabei sind mir einige Dinge bewusst geworden – die nicht nur mit dem Bloggen zu tun haben, sondern meine Herangehensweise und Motivation in vielen Bereichen meines Lebens hinterfragen.

Als ich anfing zu bloggen wusste ich zwar noch nicht genau, in welche Richtung ich thematisch gehen wollte, aber bei einer Sache war ich mir sicher: Ich wollte auf jeden Fall nur darüber schreiben, was mich bewegt – mir also selbst treu bleiben. Wer daran nicht interessiert war, musste es ja nicht lesen. Doch hier liegt der Haken: Wir Menschen wünschen uns Anerkennung für das, was wir tun. Wenn ich also etwas ins Internet stelle, wünsche ich mir eben doch, dass eine gewisse Anzahl von Menschen meine Mühen wahrnimmt. Ich glaube, das ist okay und ein normales Bedürfnis. Doch die Frage ist, was daraus folgt.

Wer mehr Leser für seinen Blog anziehen möchte, muss sich informieren. Viele Leser kommen schließlich nicht über Nacht oder zumindest ist das nicht der Normalfall. Es gibt gewisse Strategien, wie man „erfolgreich bloggen“ kann. Und das zog auch mich in den Bann. Ich informierte mich auf anderen Blogs und verstand immer mehr, wie der Pfad zu einem erfolgreichen Blog in der Theorie aussehen müsste. Ich erkannte, dass das Bloggen – genauso wie etwa das Youtuben – ein ganz eigenes Geschäft ist, eine eigene Szene. Einige Dinge, die dabei immer wieder betont werden sind etwa: „Kenne deine Zielgruppe und sprich sie an.“ „Finde deine persönliche Nische.“ „Schreibe regelmäßig und an festen Tagen.“ „Kommentiere bei anderen Blogs, um dich selbst bekannt zu machen.“ Und so weiter.

Ich fand es faszinierend, wie sehr ein künstlerisches Projekt zu einem strategischen Schlachtplan erweitert werden konnte. Und da ich ein sehr zielorientierter Mensch bin, versuchte ich, diese Strategien ein Stück weit umzusetzen. Doch ich hatte begrenzten Erfolg damit. Nicht, weil diese Strategien nicht aufgehen (ich bin mir sogar ziemlich sicher, dass sie aufgehen, wenn man dran bleibt), sondern weil ich sie auf Dauer nicht umsetzen konnte.

Zuerst ärgerte ich mich darüber. Ich dachte mir: Warum krieg ich das nicht hin? Warum kann ich nicht regelmäßig bloggen? Warum fällt es mir so schwer, mich mit anderen Bloggern zu vernetzen? Ich gab mir wohl einfach nicht genug Mühe. Ich kam schließlich zu der Schlussfolgerung: „Okay, ich kann so einen Schlachtplan nicht umsetzen. Bloggen ist wohl doch nichts für mich.“

Doch da war der Fehler. Ich hatte begonnen, mich daran zu orientieren, wie andere etwas taten, wie „das“ Bloggen eben so funktionierte. Doch ist „das“ Bloggen auch „mein“ Bloggen? Die eine Art und Weise zu Bloggen gibt es jedoch gar nicht. Diese Art und Weise wird schließlich von den Leuten geprägt, die es tun – niemand hat dafür vorher Spielregeln festgelegt, die alle befolgen müssen. Es haben nur viele Leute herausgefunden, was die besten Strategien sind, um schnell erfolgreich zu werden. Und wer definiert überhaupt, was erfolgreich ist?

Ja, auch ich will erfolgreich sein – und das finde ich nicht verwerflich. Für mich bedeutet Erfolg, dass ich das, was ich liebe und gut kann, einfach so gut wie mir möglich mache. Und an diesem Punkt musste ich umdenken: Diese Art Erfolg kann ich nur auf meine Weise erreichen.

Denn – und hier komme ich zu meiner aktuellen Lebenslektion, die sich nicht nur, aber eben auch, auf das Bloggen bezieht – : mit Fremdbestimmung kann ich nichts anfangen. Wenn ich etwas nicht aus eigener Überzeugung und Entscheidung mache, dann wird das Ergebnis nicht gut oder zumindest nicht so gut, wie es sein könnte. Vielleicht bist du zwar kein Blogger, aber kennst dieses Problem aus anderen Lebensbereichen – etwa in der Schule oder auf der Arbeit? Vielleicht musst du zum Beispiel einen Vortrag über ein Thema halten, dass dir dein Lehrer oder dein Chef aufgedrückt hat, dich selbst jedoch gar nicht interessiert. Kannst du das dennoch motiviert angehen? Vielleicht, aber es ist sicher schwer. Bei mir kommt als Nebeneffekt meistens noch hinzu, dass ich geistig abbaue, wenn ich verzweifelt und ohne Erfolg versuche, etwas gut zu machen, was jemand anderes wahrscheinlich viel besser machen könnte – nämlich jemand, der wirklich davon überzeugt ist. Ich fühle mich dann ein wenig wie in einem Käfig, in den mich irgendjemand eingesperrt hat. Oder vielleicht sogar ich selbst?

Denn das Paradoxe ist, dass ich dazu in der Lage bin, mir diese Fremdbestimmung auch selbst aufzuerlegen. Hatte mich irgendjemand dazu gezwungen, den allgemeinen „Blog-Regeln“ zu folgen? Hatte mich irgendjemand überredet, bestimmte Strategien umzusetzen? Nein. Ich ließ mich fremdbestimmen, obwohl ich das gar nicht musste und nicht einmal bemerkte. Selbstbestimmte Fremdbestimmung sozusagen – verrückt! Und völlig unnötig. Ein Beispiel dafür war, dass ich gedanklich versuchte, mit meinen Themen in eine bestimmte „Szene“ hineinzupassen. Ich wollte herauszufinden, zu welcher dieser vielen Blog-Nischen ich gehörte – irgendeine musste es doch sein! „Christlicher Blog“, weil ich Christ bin? Lifestyle? Mindstyle? Und wenn ja, was genau ist das eigentlich?

Ich bin Constanze. Und deshalb entscheide ich mich auch für den Constanze-Style. Den kenne ich. Ich blogge als Christ über das Leben. Manchmal passt das in eine bestimmte Kategorie, manchmal entspricht das einem bestimmten Trend. Manchmal aber auch einfach nicht. Und dann darf ich trotzdem darüber schreiben. (weitere Gedanken zum Thema „Trends“ gibt es übrigens hier)

Letztendlich wurde meine Blog-Pause mehr als nur eine Pause vom Bloggen. Ich gab mir die Zeit, mich neu zu orientieren. Ich rollte meine Segel ein, um sie danach wieder im richtigen Wind zu setzen. Dieser Antriebswind ist für mich im Endeffekt Gott. Ihm folge ich und niemand anderem. Keinem Social Media-Influencer, Beauty-Guru, Blogger oder was es eben sonst noch gibt. Sicher, ich kann ein Fan von anderen Menschen sein, ich kann mich von ihnen inspirieren lassen – aber niemals bestimmen. Und ich darf mir diese Fremdbestimmung auch nicht selbst auferlegen. Diese Erkenntnis ist befreiend! Und ich entscheide mich immer wieder neu für sie, in allen Bereichen meines Lebens. Probier es auch aus!

Ich werde auch weiterhin beim Bloggen keinen bestimmten Regeln folgen – es kann also gut sein, dass dich nicht jeder Artikel interessieren wird. Aber vielleicht ist ja immer mal wieder etwas dabei. Ich würde mich deshalb freuen, wenn du weiterhin diesem Blog folgst, denn ich liebe es, andere Menschen zu inspirieren und zu ermutigen. Du darfst mir auch gern zurückmelden, was dich besonders angesprochen oder interessiert hat! Feedback regt mich zum Nachdenken an und inspiriert vielleicht sogar weitere Blogartikel.

Vielen Dank für dein bisheriges Interesse! 🙂

Constanze

Veröffentlicht in Gedanken, Motivierendes

Motivationslosigkeit – und warum ich dankbar für sie sein kann

Meine Liste für Blogartikel-Ideen ist lang. Regelmäßig füge ich neue Gedanken hinzu. Dinge, die mir im Alltag begegnen, Gedanken über das Leben, darüber, wie Menschen es führen und so weiter. Irgendetwas beschäftigt mich immer. Auch in der letzten Woche hatte ich solche Ideen und machte mir erste Notizen. Doch weiter kam ich nicht. Immer mal wieder setzte ich mich mit dem Laptop hin und öffnete das Word-Dokument. Da waren sie: meine Ideen. Und sie sahen auch ganz schön aus. Aber irgendetwas hielt mich davon ab, loszutippen. Vielleicht kennst du dieses Gefühl ja: Eine Hausarbeit? Die Wohnung, die endlich mal geputzt werden müsste? Steuererklärung? Sport? Am Musikinstrument dranbleiben? So viele Vorhaben, die man immer mal wieder ein wenig von allen Seiten betrachtet und doch nicht loslegt.

Motivationslosigkeit. Mir fiel auf, dass ich diese länger nicht mehr wahrgenommen hatte. In letzter Zeit strotzte ich nur so davon, meine Tage gut durchzuplanen und die meisten Stunden sinnvoll zu nutzen. Ich hatte einen richtigen Motivations-Schub! Und was ich dabei vor allem beachtete: Jedes meiner Hobbys sollte regelmäßig seinen Platz im Terminkalender finden. Meine Aktivitäten außerhalb der Arbeit sollten gut organisiert sein. Dazu gehört eben auch mein Blog. Seit vergangenem Montag stand deshalb „Blog-Artikel schreiben“ jeden Tag auf meiner To-do-Liste – bis heute. Aber nur, weil ich es von Tag zu Tag verschob. So nach und nach machte ich mir Sorgen. War das jetzt schlimm?

Heute beschließe ich: Nein. Ich muss mich sogar ein wenig zwingen, dass zu beschließen. Zu sagen, dass es okay ist. Denn ich habe einen leichten Hang zum Perfektionismus, was meine Lebensgestaltung angeht. So ganz generell. Und als ich beschließe, dass es okay ist, wird mir auf einmal bewusst, was für ein Luxusproblem Motivationslosigkeit eigentlich ist. Denn was bedeutet es?

Es bedeutet, dass ich unglaublich viele Möglichkeiten habe, etwas zu tun. Es bedeutet, dass ich neben meinem Job auch Hobbys habe, denen ich jederzeit nachgehen kann. Es bedeutet, dass ich niemals Langeweile haben müsste. Und das macht mich auf einmal dankbar. Langeweile! Die habe ich gar nicht gemocht, als ich ein Kind war. Man fühlt sich dann so komisch leer und gleichzeitig hippelig. Man will ja schließlich sein Leben leben und die Langweile kann einem da ganz schön einen Strich durch die Rechnung machen. Nervig! Auf den ersten Blick mag Motivationslosigkeit das gleiche wie Langeweile sein – doch das stimmt nicht. Langeweile bedeutet nämlich, dass man keine Möglichkeiten sieht, etwas zu tun. Die Ideen fehlen. Motivationslosigkeit bedeutet, dass es viele Möglichkeiten gibt, womöglich sogar eine lange Liste, doch man kann sich nicht durchringen, zu starten.

Ich bin dankbar, dass ich lange keine Langeweile mehr verspürt habe. Ich bin dankbar, dass ich fast immer Ideen habe, die ich theoretisch umsetzen könnte. Warum mich jetzt die Motivationslosigkeit überfallen hat? Es gibt meist viele Gründe, warum ich nicht loslegen kann, obwohl ich es eigentlich möchte. Welche sind deine? Vielleicht spannt dich die Arbeit zu sehr ein. Vielleicht bist du gesundheitlich angeschlagen. Vielleicht machst du dir zu viele Sorgen über etwas oder jemanden. Vielleicht ist deine To-do-Liste auch einfach zu lang und erschlagend. Vielleicht fühlst du dich unsicher und dein Selbstbewusstsein ist nicht ganz auf der Höhe.

Ich persönlich muss diese Gründe nicht immer komplett verstehen. Aber ich muss sie akzeptieren und mir sagen, dass es okay ist. Ich muss diese Wand, die vor mir steht, wahrnehmen – sonst renn ich nämlich immer wieder dagegen. Und dann kann ich bei ihrem Anblick sogar ein wenig dankbar sein. Dankbar, dass es so viele Dinge gibt, bei denen ich Motivationslosigkeit empfinden kann. Dankbar, dass es möglich ist, dass eine gedankliche Mauer vor meinen persönlichen Zielen steht – was schließlich bedeutet, dass ich persönliche Ziele habe. Dankbar, dass da nicht einfach nichts ist.

Und dann entscheide ich mich. Ich entscheide, dass ich trotzdem weiter machen und einen Weg an der Wand vorbei suchen werde. Ich entscheide, dass ich einfach lostippe und mal schaue was passiert, auch wenn es nicht perfekt ist.

Ich möchte auch dich ermutigen, nicht vor deiner Motivationslosigkeit zu kapitulieren. Denn wenn wir resignieren und glauben, dass wir es nicht drauf haben, kann das schnell in Faulheit umschlagen. Dann geben wir auf und bleiben einfach vor unserer persönlichen Mauer der Motivationslosigkeit sitzen. Wir sollten uns jedoch auch nicht unter Druck setzen, schnell das Problem lösen zu müssen, ohne die Wand der Motivationslosigkeit erst einmal wahrgenommen zu haben. Probier also nicht dagegen zu rennen und sie zu durchbrechen – vor allem nicht, wenn sie sehr dick ist. Tritt stattdessen einen Schritt zurück und betrachte sie. Vielleicht fällt dir sogar auf, wo das Problem liegt und wie diese Mauer überhaupt erst entstehen konnte. Verzweifle jedoch auch nicht, wenn du es nicht verstehst! Denn ob du es verstehst oder nicht – nun kannst du einen neuen Weg einschlagen, einen Weg an der Mauer vorbei. Du kannst dich konkret auf die Suche danach begeben. Einen neuen Weg zu finden ist natürlich eine Herausforderung. Doch der erste Schritt ist eigentlich simpel. 🙂

Ich wünsche dir (und mir) viel Erfolg dabei!

Constanze

(photo by David Preston)

Veröffentlicht in Gedanken, Lifestyle

Lifestyle-Trend oder eigener Lifestyle?

Wie viele Menschen haben dir in deinem Leben schon gesagt, dass du UNBEDINGT das Musical „König der Löwen“ anschauen musst, denn es ist DER Hammer? Wurdest du schon mal dazu gezwungen, endlich die Harry Potter – Reihe zu lesen? Denn die ist doch ein Klassiker! Oder hast du Filme wie „Vom Winde verweht“ oder „Titanic“ verpasst? Serien wie „Game of Thrones“ oder „Two and a Half Man“ sind irgendwie an dir vorbeigegangen?

Mir geht es oft so. Vor allem Film-Trends hinterfrage ich regelmäßig und gehöre hin und wieder zu der Sorte Menschen, die eine Sache gern erst einmal grundsätzlich meiden, wenn alle anderen darauf abfahren. Versteh mich nicht falsch – ich liebe Harry Potter und habe mittlerweile schon mehrfach gehofft, dass die Titanic vielleicht doch nicht untergeht. Auch ich verfalle hin und wieder einem Hype. Aber ich möchte dies nicht nur aufgrund eines Hypes, den andere Personen um eine Sache machen, tun. Wenn mir zehn Leute erzählen, dass ich mir unbedingt einen Film anschauen muss, dann führe ich mir vielleicht doch einmal den Trailer zu Gemüte und informiere mich über das Genre. Oft passt es dann auch zu mir. Aber mein Mann kann mir noch so oft erzählen, dass der nächste Wolverine-Film genial sein wird – ich habe mich informiert und weiß, dass er sehr düster ist und viel Blut spritzt. Also nichts für mich.

Doch Filme sind nicht der einzige Lebensbereich, in dem einem manchmal das Gefühl beschleicht, dass die ganze Welt einem Trend hinterherrennt, nur weil es eben alle tun und man womöglich etwas verpassen könnte, wenn man sich nicht anschließt.

Film-Trends, Musik-Trends, Mode-Trends… Mich beschäftigen derzeit diese sogenannten „Lifestyle“-Trends. Die schleichen sich nämlich immer mehr in mein Leben ein und ich frage mich, ob ich mit dem Hinterfragen dieser Trends überhaupt noch hinterherkomme. Ich bemerke, wie sie mehr Raum in meinem Wortschatz einnehmen, häufiger in Zeitschriften und Blogs auftreten, die ich lese und nicht zuletzt auch in meinem Freundeskreis: Ein achtsamer Lebensstil, Minimalismus, Authentizität, bestimmte Ernährungs-Gewohnheiten… Ich kenne mich noch viel zu wenig aus, um diese Liste endlos fortzusetzen. Ich bin mit diesen Dingen nach und nach in Berührung gekommen und habe mir immer mal wieder Themen herausgepickt, die mir gut gefallen. Nun merke ich, dass ich damit nur Ausschnitte einer ganzen Lifestyle-Bewegung erfasst habe. Es gibt eigene Zeitschriften und Bücher zum Thema Entschleunigung, der Stärkung des Selbstbewusstseins oder dem Erlernen von Achtsamkeit. Immer häufiger werden Philosophen und Ratgeber für ein erfolgreiches Leben zitiert. Gab es überhaupt schon einmal so viele Lebens-Ratgeber auf dem Büchermarkt wie jetzt? „5 Angewohnheiten, mit denen du besser in den Tag startest“ oder „10 Schritte, um ein zufriedeneres Leben zu führen“. Ich gebe zu, solche Überschriften machen auch mich neugierig.

Doch nun halte ich wieder einmal inne und frage mich: Will ich das alles? Was genau will ich überhaupt?

Denn ich weiß eins: Ich möchte auch hier nicht blind einem Trend folgen. Nicht, wenn es um Filme und auch nicht, wenn es um Lifestyle geht. Und deswegen schaue ich mir auch hier genau an, was vor sich geht. Und ja, ich bin bereit umzudenken. Einen veganen Lebensstil habe ich früher zum Beispiel nicht verstanden, jetzt schon. Ich verstehe den Wunsch nach Entschleunigung in einer immer beschleunigteren Gesellschaft. Der Wunsch nach „weniger ist mehr“ tritt auch in mir immer wieder auf, aber der radikale Minimalismus ist mir dann doch etwas zu viel. Und so betrachte ich Stück für Stück all die Dinge, die mir begegnen und schätze ein, ob sie für mein Leben relevant sind. Ich verstehe all diese Ansätze. Sie sagen etwas über unsere aktuelle Gesellschaft aus und bieten Lösungen für Probleme, die uns in ihr begegnen. Mir ist bewusst, dass auch dieser Blog ein Stück weit diesem Trend folgt. Aber ich möchte nicht nur einer von vielen sein. Eine Internetseite, die leicht in eine Kategorie zu schieben ist. Eine Persönlichkeit, die sich leicht in eine Schublade stecken lässt.

Wir Menschen neigen oft zu Extremen, besonders was Trends angeht. Manchmal stürzen wir uns in sie hinein ohne genauer hinzuschauen oder – genau andersherum – wir blocken sofort alles ab, was uns unbekannt und fremd vorkommt. Und das Internet unterstützt dies besser als je zuvor. Für eine Meinung eine Gegenmeinung zu finden scheint leichter zu sein als in den Dialog zu treten. Einen Lebensstil zu verurteilen und aus Protest eine Gegenbewegung zu entwickeln geht schneller als eine differenzierte Auseinandersetzung mit einem Thema.

In dieser Hinsicht möchte ich bewusst die Mitte suchen. Was genau bedeutet das in Bezug auf diese Lifestyle-Themen? Für mich bedeutet es zum Beispiel, dass ich nicht gezwungen bin, Ernährungsgewohnheiten zu ändern, nur weil es immer mehr Menschen tun – aber dass ich offen bin für Diskussionen darüber und aufgrund eigener Überzeugung dann eben doch das ein oder andere ändern kann. Es bedeutet, dass ich in einer Diskussion um solche und ähnliche Themen bewusst auf eine Gegenposition aufmerksam mache, um von einseitigen Denkweisen wegzukommen, auch wenn ich diese Position vielleicht gar nicht vertrete. Es bedeutet, dass ich Trendwörter als Schubladen anerkenne, die wir Menschen brauchen, um nicht im Chaos zu versinken, aber dass ich in ihnen nicht eingesperrt bin.

Ich möchte „out of the box“ denken. Und dabei, so ganz nebenbei, meinen eigenen, persönlichen Lifestyle entwickeln. Wenn ich das schaffe, kann ich mich auch mit fremden Lebensstilen beschäftigen. Weil ich weiß, dass ich von keinem Trend abhängig bin, um mich selbst zu definieren.

Wie stehst du dazu? Fühlst du dich auch manchmal überrollt von aktuellen Trendwörtern und Lebensstilen? Welche Trends sagen dir zu, welche nicht? Hinterlasst mir gern einen Kommentar dazu!

Constanze

(photo by Camila Cordeiro)