Veröffentlicht in Gedanken, Motivierendes

Andere Prioritäten in der Weihnachtszeit?

Mein Mann hat mich vor kurzem gefragt, ob ich einen weihnachtlichen Blog-Beitrag schreibe. Und ich meinte nur: „Nee, das machen doch schon alle anderen – so über Besinnlichkeit in der stressigen Zeit, dass man sich Ruhe gönnen muss und so weiter. Da braucht es nicht auch noch meinen Input.“ Ironischerweise sagte ich das, nachdem ich die vollgekritzelte Monatsübersicht vom Dezember in meinem Bullet Journal betrachtet und mich gefragt hatte, wie diese Weihnachtszeit schon wieder so stressig werden konnte. Genau genommen hatten mein Mann und ich uns kurz zuvor mit unseren Kalendern hingesetzt und es mit Ach und Krach geschafft, zwei „weihnachtliche Pärchen-Dates“ in die nächste Woche zu quetschen. „Na genau darüber kannst du doch schreiben“, sagte er. „Dass man sich auch mal Termine mit dem Partner machen muss.“

Es mag auch nichts wirklich Neues sein, aber er hat Recht. Und warum sollte ich als Organisations-Liebhaber nicht auch etwas über Organisation zu Weihnachten schreiben? Aber halt mal… Geht es hier wirklich um Organisation? Beziehungen planen? Das klingt doch total unromantisch.

Ja, ich mag es zu planen und ich mag es, in meinem Bullet Journal alles fein säuberlich aufzuschreiben. Aber ich mach das nicht, weil es so schön aussieht, sondern weil es mir Freiheit im Kopf verschafft. Wenn ich Dinge nicht aufschreibe, nehmen sie mir sozusagen Speicherplatz weg. Deswegen bleibt mir gar nichts anderes übrig als mit Terminen und To do’s zu arbeiten, um freie Denkkapazitäten zu schaffen. Und so rettet mich auch das Planen in der Weihnachtszeit immer wieder vor einer „Mir-wird-alles-zu-viel“-Krise. Mir ist bewusst, dass andere Leute mindestens genauso viel zu tun haben wie ich und solche Krisen niemals haben. Ich bin, was das angeht, ein wenig sensibel und habe somit im Planen eine guten Umgang damit gefunden.

Gute Organisation hin oder her… Eine Sache habe ich in letzter Zeit in aller Deutlichkeit festgestellt: Beziehungen gehen vor. Sie haben Priorität. Und damit meine ich Beziehungen generell! Angefangen bei meiner Beziehung zu Gott, die Beziehung zu meinem Partner, meiner Familie, meinen Freundinnen… Ohne Beziehungen sind wir, tatsächlich, nichts! Gott hat uns als Menschen in Beziehungen gedacht. Wir sind abhängig von einer Beziehung zu ihm und ebenso darauf angewiesen, dass wir als Menschen füreinander da sind. Ich möchte damit nicht sagen, dass wir somit nur Zeit mit anderen verbringen sollten und niemals allein sein dürften (Das wäre gar nicht gut!). Es geht mir darum, diesen Grundsatz der menschlichen Existenz anzuerkennen und angemessen für ihn zu sorgen. Und das eben auch in der Weihnachtszeit.

Da saßen mein Mann und ich also mit unseren Kalendern und dem vollen Dezember vor Augen. Kennt ihr das? Am 30. November denkt man noch: „Hm, irgendwie ist die Weihnachtszeit dieses Jahr gar nicht so voll, cool!“ und schwupp, kehrt sich diese Aussage ins Gegenteil. Mittlerweile stehe ich dem mit mehr Gelassenheit gegenüber als früher. Viele dieser Termine sind schöne Dinge und wenn ich mich nur über den Stress aufregen würde, könnte ich sie gar nicht genießen. Und doch ist es weniger schön, wenn dadurch kaum Zeit mit dem Partner zustande kommt. Wir kamen an einen Punkt, an dem wir unsere Beziehung ein Stück weit wieder in den Mittelpunkt rücken mussten. Und ich sage euch: auf einmal wird das Planen einer Beziehung romantisch!

Wir sprachen darüber, was „Weihnachts-Flair“ für uns überhaupt ausmacht und was uns bisher für eine gemütliche Stimmung fehlte. Dann legten wir zwei Termine fest, für die wir uns spezielle weihnachtliche Sachen vornahmen. Es war gar nicht so leicht – da ich zur Zeit etwas mehr arbeite, viel auch abends, mussten wir ein bisschen suchen. Doch jetzt steht es da, schwarz auf weiß: Zeit mit meinem Mann. Konkrete Vorhaben. Es war nicht so, dass ich mich bisher gar nicht „weihnachtlich gefühlt“ hatte. Ich hatte schon eine Menge Teelichter verbrannt, Räucherkerzen angezündet und Weihnachtsmusik von den Piano Guys gehört. Aber im Endeffekt ist mir dieses undefinierbare Weihnachtsgefühl gar nicht so wichtig. Wichtig sind mir nach wie vor Menschen, mit denen ich solche Gefühle teilen kann.

Es ist schön, wenn es anders ist, wenn Beziehungspflege ohne Planung möglich ist. Es ist schön, wenn du ganz natürlich genügend Zeit mit Partner, Freundin oder anderen wichtigen Personen im Leben verbringen kannst. Doch wenn es mal nicht gelingt, solltest du nicht dabei stehen bleiben, darüber zu trauern oder sich über den Stress aufzuregen. Langfristig gesehen führt das nur zu Frustration, Gereiztheit und Co. Nimm es stattdessen in die Hand! Plane Dinge, die du sonst niemals planen würdest. Hol das Beste heraus, egal wie viel oder wenig es ist. Planung schafft Freiraum. Und es mag paradox klingen, aber Planung schafft auch Spontanität! Nämlich dann, wenn du ebenso freie Zeiten einplanst (oder einfach nicht jedes Zeitfenster verplanst), in denen du flexibel sein kannst. Das gibt die Möglichkeit, spontan den Besuch einer Freundin zu empfangen oder jemandem spontan behilflich zu sein oder in Ruhe Zeit mit Gott zu verbringen. Also wieder: Beziehungen.

Schenk ihnen auch in der Weihnachtszeit die nötige Zuwendung. Eigentlich ein merkwürdiger Ratschlag, da doch gerade Weihnachten ein Fest ist, welches man mit Familie und Freunden teilt. Aber ich meine eben nicht die zahllosen obligatorischen Weihnachtsfeiern oder Gemeindeveranstaltungen oder oder oder… (Alles an sich gute Sachen, keine Frage!) Ich meine Zeiten, in denen du wahre Aufmerksamkeit schenkst und empfängst: wahre Begegnung.

Es ist kein Zeichen, dass deine Beziehung den Bach heruntergeht, wenn du einen gemütlichen Filmabend oder den Gang über den Weihnachtsmarkt Wochen im Voraus einplanen musst. Es ist romantisch, verantwortungsbewusst und schafft Vorfreude.

Also los geht’s! 🙂

Constanze

Veröffentlicht in Lifestyle

How to Bullet Journal (für „Schlichte“)

Es ist soweit! Nun gibt es auch auf meinem Blog einen Beitrag über das sogenannte „Bullet Journal“ – einer dieser Lifestyle-Trends, der mich zugegebenermaßen begeistert. Dieser Beitrag ist insbesondere für all die weniger malerisch Begabten, nicht so krassen Handlettering-Künstler und wenig-bis-kein-Washi-Tape-Besitzer. Wer das Prinzip des Bullet Journals kennt, weiß, dass es von vielen genutzt wird, um sich so richtig kreativ auszutoben – mit tollen Ergebnissen! Ich kenne jedoch meine Grenzen in diesem Bereich und finde dennoch, dass man das Bullet Journal auf schlichte Weise schön gestalten kann. Ich hoffe, mit diesem Beitrag den ein oder anderen anstecken zu können, der sich bisher noch nicht an diese neue Organisationsmethode getraut hat. 🙂

Was ist überhaupt ein Bullet Journal?

Ein Bullet Journal hat eigentlich gar nicht so viel mit Kreativität zu tun, sondern mit Effizienz. Es ist ein Organisations-Tool, das von Ryder Caroll erdacht wurde und auf dieser Website genauer erklärt wird. Im Prinzip geht es darum, sich selbst besser zu organisieren, indem man verschiedene Dinge in einem einzigen Notizbuch vereint. Und das so, dass es zu dir passt und individuell an dein Leben angepasst ist. Das Notizbuch vereint Kalender, Tagebuch, To-do-Listen und alles andere, was du normalerweise auf irgendwelche Klebezettel, in deine Handy-Notizen oder woanders hin kritzeln und dann nie wieder finden würdest. Genauso gut kannst du das Bullet Journal jedoch auch nur als Kalender oder nur für Listen nutzen – es ist ganz egal, da du nämlich mit einem leeren Notizbuch startest und es so füllst, wie du es brauchst. Schau einfach mal bei der Website vorbei oder klick ein paar YouTube-Tutorials durch, um einen genaueren Einblick in das Prinzip zu bekommen. In diesem Beitrag soll es vorrangig um die Art und Weise gehen, wie ich es praktiziere.

Viele Leute schrecken deshalb vor dem Bullet Journal zurück, weil alle Seiten selbst gestaltet werden müssen. Es sind nun mal keine Tabellen oder ähnliches vorgegeben, wie in einem normalen Kalender. Sicher, ein wenig Zeit muss also investiert werden – aber schwierig ist es nicht. Im Gegenteil, es ist sogar eine gute Art und Weise, um im Alltag zu entschleunigen, ein paar Minuten herunterzukommen und sich nur auf das Malen von ein paar Linien oder das Schreiben kurzer Notizen zu konzentrieren. Und selbst für kleine Verschönerungs-Elemente muss man kein großer Künstler sein!

Ich nutze mein Bullet Journal erst seit April und probiere somit noch einiges aus. Manche Dinge haben sich nicht als sinnvoll erwiesen, also habe ich sie wieder weggelassen oder angepasst. Das Tolle am Bullet Journal ist, dass du theoretisch jederzeit dein Konzept komplett umschmeißen kannst! Genauso kannst du auch eine Zeit lang dein Bullet Journal gar nicht benutzen und dann wieder loslegen, wenn es dir sinnvoll erscheint – und in diesem Fall hast du, wie es normalerweise bei einem Kalender wäre, keinen Platz verschwendet, denn du machst einfach auf der nächsten leeren Seite weiter. Beispielsweise mache ich mir normalerweise jede Woche eine Wochenübersicht, ähnlich wie in einem normalen Kalender. Wenn ich jedoch im Urlaub bin oder einfach nicht so viele Termine und To do’s anstehen, lass ich sie weg und notiere erst wieder die nächste Woche.

Fazit: Das Bullet Journal ist dafür da, der ideale, ganz persönliche Begleiter für dein Leben zu sein. 

Mein Bullet Journal

Mein Bullet Journal vereint Kalender, To-do-Listen für den Alltag, längerfristige To-do-Listen, andere Listen und verschiedene kleine Tagebuch-Elemente, wie zum Beispiel eine Seite mit Filmen, die ich gesehen und wie ich sie bewertet habe. Das Notizbuch, was ich dafür nutze, ist von der Marke „Leuchtturm“ und beinhaltet gepunktete Seiten. Dieses Notizbuch ist bei vielen Bullet-Journal’ern beliebt, da die Seiten bereits durchnummeriert sind und ein Inhaltsverzeichnis enthalten ist (zwei sehr wichtige Elemente, wie du später noch merken wirst). Die Punkte ermöglichen einem das leichte Zeichnen von Strichen, Kästchen und ähnlichem und sind dabei nicht so vordergründig wie Linien oder karierte Seiten.

Mein KEY

cofDer Key ist ein Schlüsselelement des Bullet Journals. Er stellt in einer Art Legende dar, wie Termine, Aufgaben und Notizen üblicherweise markiert werden – aber du kannst es natürlich auch ganz anders machen! Mir gefällt vor allem die Form des „Verschiebens“. Am Ende eines Tages kreuze ich von meiner To-do-Liste die Aufgaben ab, die ich erledigt habe und verschiebe die in den nächsten Tag, die ich nicht geschafft habe. Wenn ich merke, dass ich etwas immer wieder verschiebe, streiche ich es entweder komplett oder verschiebe es in die fernere Zukunft. Das bedeutet, dass ich den Punkt in meiner Wochen- oder Monatsübersicht weiter hinten noch einmal eintrage oder als längerfristigen Termin in mein Calendex übernehme.

Das funktioniert folgendermaßen…

Mein CALENDEX

Mein Calendex ist nach dem Inhaltsverzeichnis der erste Teil meines Bullet Journals. Er ist Jahresübersicht und Index zugleich und dient der langfristigen Planung. Der Nachteil eines Bullet Journals ist schließlich, dass ich nicht einfach fünf Monate nach hinten blättern und dort einen Termin eintragen kann – ich weiß ja noch gar nicht, auf welcher Seite das sein wird, da sich das Bullet Journal erst nach und nach füllt. Dieses Problem kann der Calendex lösen. Wenn du einen längerfristigen Termin eintragen möchtest, schreibst du ihn an die nächste freie Stelle, beispielweise einfach unter die To-do-Liste des aktuellen Tages und markierst ihn mit einem Kästchen.

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Nachdem das erledigt ist, blätterst du nach vorn zu deinem Calendex und malst dort ein Kästchen an den Tag, an dem der Termin stattfindet (bei mir ist Platz für vier Termine an einem Tag). Nun musst du nur noch die Seitenzahl der Seite in das Kästchen eintragen, auf der dein Termin zu finden ist – fertig! Du kannst dem Termin, so wie ich es gemacht habe, auch eine Farbe geben und somit verschiedene Kategorien erstellen. (Bei mir sind das momentan vier sehr allgemeine: Familie/Freunde, Hobbys, Arbeit, Urlaub/Feiertag) Und es zeigt sich ein weiterer Vorteil des Bullet Journals: du kannst so viele zusätzliche Notizen zu dem Termin schreiben, wie du willst! Falls also zusätzliche Angaben, wie zum Beispiel eine Liste der Dinge, die du für den Termin brauchst, notwendig sind, ist dies kein Problem.

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An dieser Seite siehst du bereits, dass ich die Gestaltung meines Bullet Journals recht schlicht halte. Viele gestalten die Überschriften der verschiedenen Kategorien und Listen sehr aufwendig – ich benutze häufig diese simple Form eines Banners. Außer für solche Tabellen wie die des Calendex‘ benutze ich außerdem selten ein Lineal. Selbst gezogene Linien haben besonderen Charme! 🙂

Wochen- und Tagesübersichten

Diese Übersichten werden auch „Weeklys“ und „Daileys“ genannt, wenn du eine Monatsübersicht machen möchtest, gibt es natürlich auch ein „Monthly“. Hier sind zwei Beispiele dafür, wie ich meine Wochenübersichten am Anfang einer Woche gestalte:

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Dies ist die erste Variante, die ich ausprobiert habe. Um solche recht schlichten Seiten ein wenig aufzupeppen, nutze ich gern Buntstifte und male ein paar Felder aus. Den Pfeil habe ich mir im Internet abgeschaut – einfach und schön.

 

 

 

 

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Oft hatte ich am Anfang einer Woche einige Dinge im Kopf, die ich innerhalb der Woche erledigen wollte, aber ich wusste noch nicht genau, wann – deswegen habe ich später einen „Unsortiert-Kasten“ in meiner Wochenübersicht hinzugefügt. Außerdem war mir die Anfangsversion der Tabelle doch ein wenig zu statisch, weswegen ich auf diese „Fähnchenvariante“ umstieg. Eine simple Gestaltungsvariante sind auch gepunktete oder gestrichelte statt durchgezogene Linien. Solche Elemente mögen langweilig erscheinen, lockern die Seite jedoch sofort auf.

Einfache Banner/Überschriften

Mir persönlich gefällt es, wenn wenigstens die Überschrift ein wenig besonders aussieht, auch wenn der Rest der Seite nur aus Notizen und Terminen besteht. Auch hier male ich häufig mit Buntstiften aus, um meine fehlende Zeichenkünste auszugleichen. Hier sind darum neben dem Pfeil ein paar weitere einfache Varianten, die ich bisher ausprobiert habe:

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Listen

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Listen kannst du jederzeit in deinem Bullet Journal einfügen. Wichtig ist nur, dass du sie vorn in dein Inhaltsverzeichnis einträgst, damit du sie später auch wiederfindest. Listen können natürlich ganz schlicht aus Notizen bestehen und häufig ist das bei mir auch der Fall. Ich habe bisher nur für meine Filmliste eine etwas aufwendigere Gestaltungsform gewählt, die ich mir im Internet abgeschaut habe. Für mich war sie noch leicht genug – und auch hier: kein Lineal!

Für meine „Music – Best of“ Liste male ich einfach eine Note statt einen Anstrich vor jedes Lied. Listen wie „Blog-Ideen“ oder „nötige Anschaffungen“ sind bei mir jedoch auch nur gewöhnliche Notizen.

Tagebuchelemente

cofIch besitze neben meinem Bullet Journal noch ein richtiges Tagebuch, in dem all meine ausschweifenden Gedankenanalysen Platz finden. In meinem Bullet Journal halte ich lediglich ein paar Alltagselemente fest. Dazu gehört neben der Film- und Musikliste zum Beispiel ein Festhalten der Gerichte, die ich koche. Dies mache ich vor allem auch deshalb, um selbst erdachte „Kreationen“ (das klingt glamourös, bedeutet meist jedoch nur die Zusammensetzung des Gemüses in der Pfanne), die mir gefallen haben, nicht wieder zu vergessen. Ich male dafür einfach neben die To-do-Liste des Tages einen kleinen Topf und schreibe hinein, was ich an diesem Tag gekocht habe. Darunter ergänze ich eventuell noch, wie ich es gewürzt habe. Das sieht nicht besonders schön aus, erfüllt für mich jedoch den Zweck und lockert die Seite ein wenig auf.

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Ein weiteres Tagebuchelement ist mein „One Line a Day“, welches ich in meinem letzten Blog-Beitrag bereits erwähnt habe. Auf dieser Seite wird jede Zeile von oben bis unten von 1 bis 30 bzw. 31 durchnummeriert. Für einen Monat kann hier in jeder Zeile kurz festgehalten werden, was am Tag passiert ist oder wie du dich am Tag gefühlt hast. Du bist somit gezwungen, dir wirklich zu überlegen, was die wichtigsten Elemente des Tages waren – denn viel passt nicht in eine Zeile. Für mich ist das eine entspannte, kurze Variante, den Tag noch einmal Revue passieren zu lassen.

Ich hoffe, ich konnte dich mit meinen Ideen und Bildern ein wenig inspirieren. Mir ist bewusst, dass dies nur ein kleiner Abriss vom Prinzip des Bullet Journals war. Lass es mich gern wissen, wenn du Genaueres dazu erfahren möchtest! Für die besonders Kreativen lohnt es sich außerdem definitiv, sich bei YouTube, Blogs, Pinterest und Co. über weitere Gestaltungsmöglichkeiten zu informieren.

Ich bin wirklich davon überzeugt, eine Form des Kalenders/Tagebuchs zu besitzen, die auf die ganz persönlichen Bedürfnisse zugeschnitten ist. Und dies geht nun einmal am besten, wenn du es komplett selbst gestaltest. Du bist jemand, der er es nicht so sehr mag, Vorgaben gesetzt zu bekommen, sondern Dinge lieber selbst in die Hand nimmt? Dann könnte ein Bullet Journal genau das Richtige für dich sein. Alles was du brauchst ist ein Notizbuch und einen Stift (ich benutze einen dünnen schwarzen Fineliner), um all deine Notizen, Listen und Termine in einem Buch zu vereinen.

Viel Spaß dabei!

Constanze

Veröffentlicht in Lifestyle, Motivierendes

Noch so ein Tipps-Artikel #Selbstdisziplin

Selbstdisziplin, Selbstorganisation und Zielverfolgung sind Themen, die schon in unglaublich vielen Blog-Beiträgen, Büchern, YouTube-Videos etc. thematisiert wurden. In meinem Beitrag „Lifestyle-Trend oder eigener Lifestyle?“ habe ich diesen Trend selbst kritisch hinterfragt – jedoch ebenso festgestellt, dass auch mich solche Themen interessieren. Deswegen möchte ich noch einmal betonen: Ich finde solche Artikel nicht generell schlecht. Ich picke mir das Gute aus ihnen heraus und erstelle mir so nach und nach meine eigenen Tipps-Listen. Genauso dürft ihr das nun mit diesem Beitrag tun!

Mich persönlich fasziniert die Fülle an Literatur zu diesem Thema und der Fakt, dass scheinbar immer mehr Menschen sich danach sehnen, ihr Leben besser und effektiver zu gestalten. Der Trend des „Bullet Journals“ spricht da beispielsweise für sich. Selbstdisziplin ist ein Bereich in meinem Leben, in dem ich sehr zielstrebig und oft auch zu perfektionistisch bin. Dieser Perfektionismus kam in letzter Zeit wieder ein wenig mehr durch. Das führte mich dazu, noch einmal neu über diese ganze Selbstdisziplins- und Zielverfolgungssache nachzudenken. Denn nichtsdestotrotz bereitet es mir Freude, einen gut ausgeklügelten Plan erfolgreich in die Tat umzusetzen oder eine To-do-Liste am Ende des Tages abgehakt zu sehen. Doch mir ist eines nun bewusst geworden: To-do-Listen allein garantieren mir kein erfolgreiches Leben. Hier kommen nun deshalb fünf meiner persönlichen Tipps, die mir dabei helfen, dass meine Selbstdisziplin auch wirklich ein Ziel hat. Damit ich mich nicht im perfektionistischen Stress verliere, aber eben auch nicht im Prokrastinieren. Vielleicht nutzen sie auch dir.

1) Setze dir wenige große Ziele.

„Prioritäten setzen“ – Diesen Ratschlag hast du sicherlich schon ein paar Mal gehört. Ich persönlich muss ihn jedoch immer wieder hören. Denn oft geht es mir so, dass ich tausend verschiedene Ideen im Kopf habe und nicht weiß, wo ich anfangen soll. Ich sage bewusst „Ideen“ und nicht „nervige Aufgaben, die erledigt werden müssen“, denn die werden immer da sein und die müssen tatsächlich einfach erledigt werden. Auch da ist es notwendig, zu unterscheiden, welche Aufgaben wichtig sind und zuerst erledigt werden müssen. Aber hast du so auch schon einmal über die positiven Dinge in deinem Leben nachgedacht? Über deine Hobbys, Interessen und persönlichen Ziele? Meine Hobbys liegen meist im kreativen Bereich und können mich manchmal so richtig überwältigen. Verschiedenste Ideen strömen auf mich ein und ich habe das Gefühl, dass ich alles gleichzeitig angehen müsste. Doch die Wahrheit ist: Ich werde niemals alles schaffen können und das muss ich auch nicht! Richtig effektiv wirst du erst, wenn du dich auf weniges konzentrierst und es entspannt zugleich. Also überlege dir: Was ist momentan dein Ziel? Überlege dir wirklich nur eines. Viele große Ziele auf einmal wirst du eher schwer effektiv verfolgen können. Das was dir zuerst einfällt, ist dir höchstwahrscheinlich auch am wichtigsten. Also räume diesem Ziel dementsprechend Zeit ein und ordne anderes unter. Hab keine Angst davor, Dinge als weniger wichtig zu betrachten! Das bedeutet nicht, dass sie generell nicht wichtig sind.

2) Entscheiden statt Gefühlen folgen

Das mag hart klingen, auch für mich. Ich bin nämlich generell der Meinung, dass Gefühle wichtig sind und einem nicht ausgeredet werden können, wenn sie da sind. Doch der Clou ist: Das widerspricht sich gar nicht mit der Entscheidung für Selbstdisziplin. Die Frage ist nur, wonach du handelst. Denn wenn es darum geht, dein persönliches Ziel in die Tat umzusetzen, wirst du immer wieder die Ausrede parat haben „Ich fühle mich gerade nicht danach“ – in der Hoffnung, dass sich das irgendwann ändert. Doch mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit ist es so: Du wirst dich nie danach fühlen. Jedenfalls nie wirklich. Du wirst immer ein wenig an dir zweifeln oder glauben, dass du nicht genug Geld, Talent, Zeit oder andere Ressourcen hast, um dein Ziel in die Tat umzusetzen. Klingt deprimierend? Muss es nicht sein! Denn es ist okay, dass du dich so fühlst. Akzeptiere es, denn es ist normal und menschlich. Es bringt nichts, es dir auszureden. Aber handle nicht danach! Entscheide dich, dennoch zu beginnen. Denke nicht zu lange darüber nach. Entscheide dich, den ersten kleinen Schritt zu wagen. Früher haben dich deine Eltern dazu gezwungen, Dinge zu tun, die im Endeffekt gut für dich waren. Jetzt musst du dich selbst zwingen, Dinge zu tun, die gut für dich sind, auch wenn es erst einmal Überwindung kostet. (Zu diesem Tipp wurde ich vor allem von diesem Video von Mel Robbins inspiriert.)

3) Lass deine To-do-Liste nicht zu lang werden.

Dies ist nun ein wirklich praktischer Tipp für all die kleinen Unterziele und die alltäglich anfallenden Aufgaben. Mir persönlich hilft es sehr, Dinge in einer Liste aufzuschreiben, damit sie nicht mehr so präsent in meinem Kopf sind. Sie fließen dann sozusagen von meinem Gehirn durch die Hand aufs Papier. Manchmal neige ich jedoch dazu, zu detailliert aufzuschreiben, was ich alles machen möchte. Das stresst und blockiert – erst recht, wenn ich im Endeffekt gar nicht alle schaffe. Mein Perfektionismus treibt mich dann manchmal zu weit, da ich möglichst viel schaffen will, um möglichst schnell meinen Zielen näher zu kommen. Darum gilt wieder: Weniger ist mehr. Und wenn du das Wenige dann doch alles schaffst und Energie übrig hast, wirst du dich noch besser fühlen, wenn du unerwartet mehr erledigen kannst.

4) Steh früher auf.

Ich gebe zu: dieser Tipp mag für jemanden, der sowieso immer um sechs Uhr aufstehen muss, nicht sehr nützlich klingen. Doch falls du dich in einer Lebenssituation befindest, in der du deine Arbeitszeiten ein wenig flexibel einteilen kannst, empfehle ich dir, die Morgenstunden zu nutzen. Ich stehe gern ein wenig früher auf als ich theoretisch müsste, damit ich in Ruhe Kaffee trinken und meinen Tag mit Gott starten kann. Wenn mein Tag positiv startet, bin ich auch motivierter, meine Ziele anzupacken. Wenn mein Wecker dann klingelt, denke ich nicht zuerst an die nervigen Aufgaben, die vor mir liegen, sondern daran, dass ich erst einmal Zeit für Frühstück habe. Zudem halte ich es nicht für falsch, sich auch körperlich bewusst zu machen, dass man etwas investieren muss, um seine Ziele zu erreichen. Auch wenn man sich eben nicht danach fühlt…

5) Lass dich nicht von Listen und Ratgebern bestimmen.

Wie ich schon angedeutet habe, empfinde ich manche Ratgeber als sehr inspirierend. Doch jeder tickt anders: Manche können Ratgeber besser gebrauchen als andere. Und niemand sollte wirklich abhängig von ihnen sein. Wenn dir die Tipps und Tricks, die du zu einem Thema liest, nicht gefallen, dann scheue dich nicht, das Buch zur Seite zu legen oder das Internetfenster zu schließen. Bei mir bedeutet das in so einem Fall, dass ich in diesem Bereich wahrscheinlich gar keinen „Guru“ benötige, der mir sagt, was ich tun soll. Im Zeitalter des Internets können die Ratschläge manchmal ganz schön auf einen einprasseln. Umso wichtiger ist es, dass wir diesen Input bewusst kontrollieren. Ratgeber werden auch nur von Menschen geschrieben – genauso wie dieser Blog hier 🙂

Lasst es mich wissen: Welchen dieser 5 Tipps findet ihr hilfreich, welchem stimmt ihr eher nicht zu? Habt ihr andere Tipps und Tricks, die euch helfen, eure Ziele effektiver zu erreichen? Ich bin gespannt!

Constanze

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(photo by Glenn Carstens-Peters)